Buchrezension "Autorität ist, wenn die Kinder durchgreifen" - Meins ist es nicht!

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Buchreview 
"Autorität ist, wenn die Kinder durchgreifen. 
Wahre Geschichten aus der Familienhölle" 
von Peter Unfried

Über den Autor:
Peter Unfried ist seit 1998 Familienvater. Außerdem Chefreporter der taz und Kolumnist. Er lebt mit einer Frau, einer Tochter und einem Sohn in Berlin. Geboren 1963 in Baden- Württemberg. Zuletzt erschien von ihm Das Leben ist eine Ökobaustelle als Co-Autor der Schauspielerin Christine Paul. 

Klappentext:
Peter Unfried wollte seine Kinder "zeitgemäß modern" erziehen. Nicht so wie diese antiautoritären, linken Schluffis, aber eben auch nicht so schwäbisch-autoritär wie die eigenen Eltern. Und nun? Penelope ist 13 und interessiert sich nur für Facebook, Topmodels und Duschen. Adorno ist 11, interessiert sich nur für Killerspiele und Fußball- und weigert sich zu duschen. Außerdem sind diese Kinder moralinsaure Spießer, gnadenlose Materialisten und zu allem Unglück auch noch militante Vegetarier. Ihr Großvater ist ein schwäbischer Metzger und hält es im Kopf nicht aus. Und ihre Mutter- genannt "die Macht"- quält die große Frage: Von wem haben die das bloß?


Meine Meinung:
Vorneweg muss ich, glaube ich, erklären wieso ich mich für dieses Buch entschieden habe. Den Bezug zum Thema habe ich durch das Studium. Außerdem hat mich der soziologische Verweis zu Th. Adorno gereizt. Ich habe eine Auseinandersetzung mit dem Thema der modernen Familie erwartet und das bekam ich auch.
"Autorität ist, wenn die Kinder durchgreifen" ist eine unterhaltsame Lektüre, die eine begrenzte Leserschaft anspricht, der ich nicht angehöre. Wohlgestellte Eltern mit pubertierenden Kindern werden dieses Buch mit Vergnügen lesen und sich selbst darin wiedererkennen. Dafür sorgt Unfried in humorvoller Art und Weise, zum Beispiel indem er selbst von den Kindern nur "Pu" gerufen wird, während seine Frau mit "Macht" angesprochen wird. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat: Unfried zeigt hier ganz liebevoll, dass Erziehung niemals planbar ist. Fördert man Selbstbewusstsein und Mündigkeit der eigenen Kinder, so bekommt man es auch- mit allen seinen Vorteilen und Nachteilen für die Eltern, wie  z.B. der militante Vegetarismus von den beiden Kindern.
Zusammenfassend kann ich dieses Buch aber nur aus meiner Sicht bewerten und für mich ist dieses Buch uninteressant. 25 humorvolle Erzählungen des Vaters einer priveligierten Familie (Sorry, aber 2 Ipods für 4 Personen?! Bio-Fleisch?! Ist wohl für die meisten "Mittelstandsfamilien" einfach nicht drin) haben für mich keinen Mehrwert. Nichts zum Grübeln, kein Nochmal-Lesen. Klar, es ist ein Schmöker, der sich schnell durchliest und auf Unterhaltung abzielt. Bei mir blieb sie nur leider aus, da ich nicht in die Zielgruppe reinpasse. Das Buch ist nicht meins.

Von mir gibt es 2 von 5 Sternen.

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Die Rezension enstand in Kooperation mit http://www.bloggdeinbuch.de/
:) :( :-/ :-* :-O X( :7 :-c ~X(